Garten und Therapie - gaerten helfen leben

   GÄRTEN HELFEN LEBEN
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Was ist das Gartentherapie ? Und warum benötigt es Fort- und Weiterbildungen in diesem Bereich ?

Es erscheint sinnvoll bei dieser Betrachtung einen Blick auf die Definition der Internationalen Gesellschaft GartenTherapie IGGT zu werfen, die da lautet 

Gartentherapie ist eine fachliche Maßnahme, bei welcher pflanzen- und gartenorientierte Aktivitäten und Erlebnisse genutzt werden, um zielgerichtet Interaktionen zwischen Mensch und Umwelt zu initiieren und zu unterstützen, mit dem Ziel der Förderung von Lebensqualität und der Erhaltung und Wiederherstellung funktionaler Gesundheit .

Dass diese Definition mit den Zielen Lebensqualität und funktionaler Gesundheit eine sehr weitreichende ist, erscheint dabei sinnvoll, denn ist das Feld ,in dem die Gartentherapie Anwendung finden kann ein sehr Weites. Und so heißt es in erwähnter Definitionspäter auch :

Gartentherapie erfolgt dabei in verschiedenen Institutionen, Organisationen oder in freier Praxis ist bei verschiedenen Indikationen anwendbar stellt verschiedene Methoden zur Verfügung und integriert ebenso verschiedene Methoden

Wie sehen diese Felder dabei konkret aus ?                                                                                     

Ein großes Anwendungsgebiet, wo es beispielsweise um die Lebensqualität und dem Erhalt von funktionaler Gesundheit geht ist zunächst der Bereich der Altenhilfe . Hier treffen wir auf Menschen , die so etwas , wie Gartenbiografie mitbringen, Erfahrungen, mit alten Gemüsegärten, die einst das Überleben sicherten und vielfältigsten Erinnerungen an Natur- und Pflanzenerlebnisse.
Dementsprechend war lange Jahre der Fokus der Weiterbildung GÄRTEN HELFEN LEBEN auch auf den Bereich der Altenhilfe gerichtet. Insbesondere wo Menschen mit Demenz zielgerichtet behandelt werden sollen, um entsprechende Gesundheitsziele zu erreichen , erwies sich die Gartentherapie in den letzten Jahren als eine sehr geeignete Maßnahme. Aber auch für viele andere Gesundheitsprobleme, die hier vorzufinden sind, von diagnostizierten Erkrankungen, wie Diabetes, Parkinson oder anderen Begleiterscheinungen des Alterns bis hin zu Vereinsamung und …

Dementsprechend erklärt sich auch der zweite Teil der IGGT- Definition der Gartentherapie, der bezüglich der Ziele lautet

Dieses beinhaltet:
    • Heilung oder Linderung von Störungen mit Krankheitswert
    • Erhaltung und Förderung von selbstbestimmter gesellschaftlicher Teilhabe und Aktivitäten
    • Fördernde Einwirkung auf den Lebenshintergrund


Damit zeigt sich aber ein weiteres Handlungsfeld deutlich auf, wo die Gartentherapie als Methode mehr und mehr Ihren Platz gefunden hat, nämlich die Bereiche von Rehabilitation , der Psychiatrie und in der Arbeitstherapie . Hier hat die gärtnerische und auch die landwirtschaftliche Arbeit schließlich eine lange jahrhundertealte Tradition, blickt sie auf die gleichen Wurzeln zurück, wie beispielsweise die Ergotherapie. So war sie lange Zeit die erste Wahl , wenn es um Medien der Arbeit und Beschäftigung ging und so hat sie mittlerweile wieder ihren verdienten Platz zurück gewonnen. Dass sich im stationären Bereich auch diese Zielgruppe hier mittlerweile mehr und mehr schwerer erkrankt darstellt , führte dazu dass aber nicht nur das aktive Gärtnern im Zentrum steht, als vielmehr ein grundsätzliche Erhalt eines Naturbezuges. Eine Interaktion, die mehr und mehr in den letzten Jahrzehnten als gesundheitlich bedeutsam erkannt wurde.
In diesem Sinne wird die Erweiterung der konkreten Maßnahmen, wie sie in der IGGT- Definition benannt wird logisch :


Gartentherapie stellt Settings bereit, in denen Wahrnehmungs- und Handlungssequenzen vorkommen und fördert so die Handlungs- und Wahrnehmungskompetenz. Die gartentherapeutischen Interventionen umfassen aktive und rezeptive Arbeitsformen.


Dieser für die Gesundheit notwendige Bezug zur Natur zeigt ein weiteres Betätigungsfeld für die Gartentherapie . Nämlich die agogische Arbeit , insbesondere mit Kindern und Jugendlichen , die mehr und mehr in naturentfremdeten Umgebungen aufwachsen. Und so existiert in den USA beispielsweise nicht ohne Grund bereits der Begriff vom „ Nature- Deficite – Syndrom“ für entsprechende Störungen.Betrachtet man diesen Naturentzug als ein Gesundheitsproblem – und viele Studien sprechen eindeutig dafür – dann wird immer deutlicher, dass Interventionen, die diesen Naturbezug (wieder)herstellen eine deutliche therapeutische-präventive Bedeutung bekommen werden. Dabei reicht das Spektrum der Zielgruppe von den erwähnten Kindern in einer immer eingeschränkteren Umwelt über bettlägrige , somit der Natur entzogenen Menschen , bis hin zu Gefängnisinsassen.
Dementsprechend ist die Gartentherapie auch nicht auf eine therapeutische Disziplin beschränkt undes heißt weiter in der IGGT – Definition:



Gartentherapie findet als Maßnahme Anwendung in verschiedenen therapeutischen, pflegerischen oder agogischen Bereichen


Was sich dadurch aber auch zeigt, ist dass sich mit der Erweiterung der Zielsetzungen, mit der wachsenden Vielfalt der Methoden und Ansätze , wie auch mit den schwerwiegenden Erkrankungen und Störungen der Zielgruppe auch die Notwendigkeit einer Qualifikation derjenigen erhöht hat, die dieses Medium : Natur, Gärten und Pflanzen einsetzen wollen. Dementsprechend muss unbedingt auch der letzte noch fehlende Satz aus der IGGT- Definition hier erwähnt werden.


Diese professionellen Interventionen werden von aus- und / oder weitergebildeten Personen (z.B. Gartentherapeutin/Gartentherapeut nach den Richtlinien der IGGT) fachlich durchgeführt.



Genau dieses Ziel hat seit Jahren Gärten helfen Leben , die daher auch seit Jahren aktiv in der Arbeit der IGGT sind.
Und dieser Entwicklung entsprechend hat sich auch die Ausrichtung der Weiterbildungen geändert. So bietet GÄRTEN HELFEN LEBEN mittlerweile modular integrierte Fort- und Weiterbildungen an.
Neben der Basisausbildung zur Gartentherapie existieren gezielte Vertiefungsseminare, die sich einmal mit den erwähnten Arbeitsbereichen beschäftigen, oder auch zu speziellen Themen organisiert sind.
Wenn Sie die Gartentherapie und auch die begelitende Entwicklung therapeutischer Gärten künftig mit begleiten möchten, empfehlen wir dringendst,- schon im Interesse der Patienten, Bewohner und Klienten darum, sich tiefer gehend mit dieser Thematik zu beschäftigen.

GÄRTEN HELFEN LEBEN bietet Ihnen dazu eine Möglichkeit.
Wir bieten gemeinsam mit unseren Partnern sowohl eine fundierte und gut etablierte Basisausbildung sowie pasend dazu diverse Vertiefunsmodule.
Ausserdem bietet Ihnen unsere Einführungsseminar die Möglichkeit einen ersten Blick auf dieses Gebiet zu werfen.




( Alle Bilder entstamme : Niepel/ Emmrich  - Garten & Therapie - Wege zur Barrierefreiheit , Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart )


 
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